Coffey Whisky erklärt: Warum er nicht nach Kaffee schmeckt
- Marco Steiner
- 18. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
"Schmeckt der nach Espresso?" Die Antwort ist ein klares Nein. Der Name Coffey Whisky ist einer der größten (und amüsantesten) Irrtümer in der Welt der Spirituosen. Er hat nichts mit Bohnen zu tun, sondern ist eine Hommage an einen genialen irischen Erfinder. In diesem Beitrag räumen wir mit dem Mythos auf und zeigen dir, warum diese Whiskys – besonders die aus Japan – derzeit so einen Hype erleben.

Coffey Whisky: Eine Erfindung, die die Spirituosenwelt veränderte
Um zu verstehen, was in deinem Glas landet, müssen wir ins Jahr 1830 zurückblicken. Der Ire Aeneas Coffey patentierte damals eine revolutionäre Brennblase: die Coffey Still (auch Column Still oder Säulenbrennanlage genannt).
Im Gegensatz zur traditionellen Pot Still (die wir vom Single Malt kennen und die chargenweise arbeitet), ermöglicht die Coffey Still eine kontinuierliche Destillation. Das Ergebnis beim Coffey Whisky ist ein Destillat, das oft reiner, weicher und leichter ist, aber – wenn man es richtig macht – eine unglaubliche cremige Textur behält.
Grain vs. Malt: Die zwei Gesichter des Coffey Whisky
Wenn du heute nach Coffey Whisky suchst, kommst du an einem Namen nicht vorbei: Nikka aus Japan. Die Brennerei hat diese Kunst perfektioniert und bietet zwei spannende Varianten an, die du kennen solltest:
Coffey Grain Whisky: Hier wird meist Mais als Hauptgetreide verwendet. Das erinnert von der Süße her oft an Bourbon. Ein Coffey Grain ist unglaublich zugänglich, weich und besticht durch Noten von exotischen Früchten, Vanille und Karamell.
Coffey Malt Whisky: Das ist die Besonderheit! Normalerweise wird Malz-Whisky in Pot Stills gebrannt. Wird er jedoch durch die Coffey Still geschickt, entsteht ein Hybrid: Er hat die malzige Würze der Gerste, aber die weiche, fast ölige Textur eines Grain Whiskys. Ein echtes Erlebnis für Kenner, die mal etwas Neues probieren wollen.
Warum solltest du einen Coffey Whisky probieren?
Ein Coffey Whisky ist der perfekte "Brückenbauer". Er ist komplex genug für erfahrene Genießer, die die besondere Textur der kontinuierlichen Destillation schätzen, aber gleichzeitig mild genug für Einsteiger. Die alten Brennsäulen, die beispielsweise Nikka verwendet, sind weniger effizient als moderne Industrieanlagen – und genau das ist gut so! Sie lassen mehr Öle und Aromen im Destillat, was für das charakteristische, cremige Mundgefühl sorgt.
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