Whisky Wein Finish: Wenn Trauben auf Getreide treffen
- Marco Steiner
- 4. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Die Welt des Whiskys ist ständig im Wandel, und Brennereien suchen immer nach neuen Wegen, um uns Genießer zu überraschen. Abseits der klassischen Sherry- und Bourbon-Fässer hat sich in den letzten Jahren ein spannender Trend etabliert: das Whisky Wein Finish. Hier vereinen sich die besten Eigenschaften edler Weine mit der Kraft des Whiskys zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis. Wir zeigen dir, was passiert, wenn Bordeaux, Burgund oder Sauternes auf „Lebenswasser“ treffen.

Fruchtige Komplexität: Das Besondere am Whisky Wein Finish
Während Sherry und Portwein (verstärkte Weine) schon lange Standard in der Fassreifung sind, ist die Verwendung von klassischen Tischweinfässern (Rotwein und Weißwein) eine etwas jüngere Disziplin, die viel Fingerspitzengefühl erfordert. Beim Whisky Wein Finish reift das Destillat zunächst traditionell (meist in Ex-Bourbon-Fässern), um dann für eine Nachreifung in Fässer umgefüllt zu werden, die zuvor hochwertige Weine beherbergten.
Rotwein, Weißwein oder Süßwein?
Die Art des Weins bestimmt maßgeblich den Charakter des Endprodukts. Ein Whisky Wein Finish kann völlig unterschiedliche Gesichter haben:
Rotwein-Finish (z.B. Bordeaux, Cabernet Sauvignon, Pinot Noir): Diese Fässer bringen oft Noten von roten Beeren (Himbeere, Kirsche, schwarze Johannis) in den Whisky. Besonders spannend sind die Tannine (Gerbstoffe) aus dem Eichenholz des Weinfasses. Sie verleihen dem Whisky eine trockenere Struktur, eine gewisse Würze und ein "mundfüllendes" Gefühl.
Süßwein-Finish (z.B. Sauternes, Tokaji): Sauternes ist ein französischer Dessertwein. Ein Whisky mit diesem Finish ist oft unglaublich geschmeidig, mit Noten von Honig, Aprikose, Pfirsich und einer eleganten Süße, die perfekt mit der Vanille des Whiskys harmoniert.
Andere Spezialitäten (z.B. Amarone, Marsala): Auch italienische Schwergewichte wie Amarone kommen zum Einsatz. Sie sorgen für ein tiefes, dunkles und sehr fruchtintensives Whisky Wein Finish.
Eine Frage der Balance
Die Kunst beim Whisky Wein Finish besteht darin, den richtigen Zeitpunkt zum Abfüllen zu finden. Wein kann sehr dominant sein. Bleibt der Whisky zu lang im Weinfass, kann er „weinig“ oder schwefelig schmecken und seinen eigentlichen Brennerei-Charakter verlieren. Ist die Zeit genau richtig, entsteht eine Symbiose: Die Malzigkeit des Whiskys wird von der Frucht und Säure des Weins umarmt.
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